Infografiken des Monats Dezember 2019

Elektronische Kassen ab 2020

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Bargeschäfte tätigen, ist Ihre Kasse für das Finanzamt von höchstem Interesse.

Daher gelten schon seit 2017 detaillierte Anforderungen des Bundesfinanzministeriums an die Nachprüfbarkeit der Aufzeichnungen aus elektronischen Kassensystemen: Insbesondere müssen die Kassen alle Geschäftsvorfälle einzeln aufzeichnen und die Aufzeichnungen müssen für das Finanzamt jederzeit maschinell auswertbar sein.

Und 2020 kommen weitere gesetzliche Verschärfungen hinzu:

Vor allem müssen alle elektronischen Kassensysteme über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen und Sie müssen für jeden einzelnen Geschäftsvorfall einen Beleg an den Kunden ausgeben. Zudem sind Sie verpflichtet, alle in Ihrem Unternehmen genutzten, an- und abgeschafften Kassen an das Finanzamt zu melden.

Sie sollten die Neuerungen ernst nehmen, denn Betriebsprüfer nehmen elektronische Kassensysteme schon jetzt verstärkt ins Visier. Entspricht Ihre Kasse nicht den Anforderungen, können die Prüfer im schlimmsten Fall die gesamte Buchführung verwerfen und Sie mit Hinzuschätzungen belasten.

Minijobber auf Abruf

In einigen Bereichen der Wirtschaft kann der Arbeitsanfall stark schwanken.

So benötigt man z.B. im Sommer, wenn die Biergärten geöffnet sind und das Wetter schön ist, punktuell mehr Aushilfen in der Gastronomie als im Herbst. Diese Aushilfen üben ihre Tätigkeit oft als sog. Minijobber auf Abruf aus und sind nicht an feste Arbeitszeiten gebunden, sondern werden je nach Arbeitsanfall kurzfristig anfordert.

Als Arbeitgeber müssen Sie aber aufpassen, da für diese Beschäftigten besondere Regeln gelten.

Insbesondere muss die wöchentliche Arbeitszeit vertraglich vereinbart werden, denn sonst gelten automatisch 20 Wochenstunden als vereinbart und es kann für Sie richtig teuer werden (!)

Gegebenenfalls müssen Sie sogar Stunden vergüten, die gar nicht geleistet wurden.

Und aus dem geplanten Minijob, für den natürlich auch der Mindestlohn gilt, wird dann schnell eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung: Die Pauschalversteuerung in der Lohnsteuer und Sozialversicherung entfällt und die Nachzahlungen, die sich aus der Überschreitung der Minijob-Grenze ergeben, müssen Sie allein tragen.

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