Infografiken des Monats November 2019

Gutscheine - an Kunden

 

Man kennt das ja: Weihnachten kommt immer so plötzlich und es stellt sich die Frage, was man schenken soll.

Für viele Verbraucher lautet die Antwort darauf: einen Gutschein.

Für Sie als Unternehmer ergeben sich durch die Ausstellung eines kostenpflichtigen Gutscheins allerdings einige steuerliche Konsequenzen, die Sie unbedingt kennen sollten - idealerweise bevor Sie den Coupon ausgeben.


Seit 2019 ist die Umsatzbesteuerung von Gutscheinen EU-weit einheitlich geregelt. Seither unterscheidet man zwischen sog. Einzweck- und Mehrzweckgutscheinen. Geben Sie einen Einzweckgutschein aus, müssen Sie bereits beim Verkauf desselben Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Bei Mehrzweckgutscheinen ist dagegen der Zeitpunkt der Einlösung relevant.


Übrigens wurde der Begriff „Gutschein“ im Umsatzsteuerrecht erstmals gesetzlich definiert: Demnach spricht man dann von einem Gutschein, wenn der Inhaber berechtigt ist, diesen anstelle einer Zahlung gegen Waren oder Dienstleistungen einzulösen. Rabattcoupons gehören nicht dazu.

 

Gutscheine - an Mitarbeiter

Arbeitslohn besteht bekanntlich nicht nur aus dem Entgelt, das monatlich auf den Konten Ihrer Arbeitnehmer landet.

Auch Sachbezüge und sonstige Vorteile, die Sie als Arbeitgeber gewähren, unterliegen der Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht und müssen in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden.


Immerhin ist es möglich, den Mitarbeitern jeden Monat Sachzuwendungen im Wert von maximal 44 € steuer- und sozialversicherungsfrei zukommen zu lassen. Da es sich hierbei um eine sog. Freigrenze handelt, wird die gesamte Sachleistung lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig, sobald die 44 € auch nur um einen Cent überschritten werden. Daher ist es wichtig, den Wert aller Sachzuwendungen genau zu kennen, um die Freigrenze nicht unabsichtlich zu überschreiten.


Eine besondere Form des Sachlohns stellt die Gewährung von Gutscheinen dar, z.B. von Einkaufs- oder Tankgutscheinen (auch in Form von Tankkarten).

Damit diese steuerlich anerkannt werden, müssen Sie einige Details beachten. Vor allem ist es wichtig, dass die Arbeitnehmer auch wirklich nur einen Sachbezug erhalten und sich den Wert des Gutscheins nicht in Geld auszahlen lassen können.

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