Infografik des Monats Mai 2019

Scheinselbständigkeit

Scheinselbständigkeit

Die Tätigkeit eines selbständigen Auftragnehmers hat viele Vorteile, sowohl für das beauftragende
Unternehmen als auch für den externen Dienstleister. Beispielsweise kann dadurch spezielles Wissen für
zeitlich begrenzte Projekte ins Unternehmen eingebracht werden und flexibel auf Auftragslagen reagiert
werden. Der Dienstleister profitiert von einer oft höheren Bezahlung, hat aber gleichzeitig keine soziale
Absicherung durch den Auftraggeber.


Es besteht jedoch - gerade bei Einzelunternehmern - die Gefahr, dass eine sog. Scheinselbständigkeit
unterstellt wird.

Dies ist der Fall, wenn die Rahmenbedingungen seiner Tätigkeit im Unternehmen eher
denen eines Arbeitnehmers entsprechen. Kritisch wird es, wenn der vermeintlich Selbständige stark
weisungsgebunden ist und nur wenig zeitliche und räumliche Flexibilität bei seinen Aufgaben hat. Auch
wenn er länger nur für ein Unternehmen tätig ist, kann Scheinselbständigkeit drohen.


Bei einer Scheinselbständigkeit wird der Selbständige sozialversicherungsrechtlich und möglicherweise auch
lohnsteuerlich zu einem Arbeitnehmer des Auftraggebers. Dementsprechend können dann Beiträge zur
Sozialversicherung und Steuern - auch über lange Zeiträume - nachgefordert werden, was zu hohen
Nachzahlungen führen kann.

 

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